
Mit dem Fahrrad auf dem flachen Land aufgewachsen hat es mich in die Berge gezogen, und besonders dahin wo die Berge das Meer treffen. Angefangen mit Radtouren und Jugendherbergen im Alter von 12 Jahren ging es kreuz und quer durch Niedersachsen und Schleswig Holstein. Erst mit 15 bekam ich ein richtiges Tourenrad, zunächst ging es in die vier Ecken von Deutschland und dann ins sonnige Südfrankreich.
Zum Anfang des 21sten Jahrhundert verkommt das Radfahren ja mehr und mehr zum Anachronismus - Krankenkassen und Verkehrsplaner fordern es, Autofahrer und Straßenbauer wollen es verhindern - auch in Europa drohen Verhältnisse wie in den USA, wo nur noch Geisteskranke jeden Tag mit dem Rad fahren. Damals in den 80er Jahren waren nur wenige Autos übermotorisiert, die Verkehrsdichte halb so stark wie Anfang des 21sten Jahrhunderts, auch gab es noch keine vierfarbigen Radwanderwegratgeber, und das Fahrrad war denen die fuhren mehr Notwendigkeit denn Freizeitgerät.
Nun gilt die Erfahrung der Langsamkeit in unser schnellen Welt als Besonderheit, viele sehnen sich nach Urlaub fern vom Handygedudel und Internet, kaum möglich, geschweige denn aus eigener Kraft in ferne Länder fahren. Eine organisierte Alpenquerung mit dem Mountainbike und Gepäcktransport, Rennradtouren auf Mallorcas besten Trainingsstraßen mit Materialwagen, das gibt es heutzutage als Pauschalreise mit 4-Sterne Unterkunft. Was gestresste Manager sich leisten sollen ist weit von den Notwendigkeiten einer schlichten Radwanderung entfernt. Sich durch die Vororte von Mailand oder Lyon zu wurschteln, am Wochenende auf deutschen Straßen den Hungertod zu sterben weil keine Läden offen haben, so war das damals. Kein GPS, kein Begleitbus, keine Nebenstrecken-Wegweiser für Radfahrer, dafür Autos ohne Katalysator, Stinkediesel, Reifen die alle 500 Kilometer einen Platten bekommen, Primitiv-Schaltungen ohne Shimano, Pilgerreisen aus Notwendigkeit.
Und bei den Radtourenfahrern der 80er Jahre rangiere ich im Mittelfeld. Die gemütlichen konnte ich nie leiden, 20 Kilometer und Wadenkrämpfe die mit Bier bekämpft werden, das ist wie Fernsehen im Auto. Statt dessen in 180 Tagen mit dem Rad auf dem Landweg nach Indien? Habe ich auch nie geschafft, Ende der 80er Jahre habe ich mal vom Race Across America geträumt, aber ohne Begleitmannschaft nicht machbar. Einmal hatte ich einen Franzosen kennengelernt, der wollte den Winter nach Marokko, aber das kannte ich schon von Interrail. So blieben mir eine Handvoll persönliche Bestleistungen, meine Grenzen ausloten, und bei den Triathlons immer das Bestreben, besser als die Frauen zu sein. Erwächst aus solchen mittelmäßigen Quälereien mittelmäßige Energie? Die Tage auf dem Rad können sehr einsam sein, die Querung von unendlichen platten Ländern fordern den Geist bis zur Halluzination, die einfachen Dinge des Lebens werden wichtiger als all das Komplizierte was unsere Zivilisation im täglichen Arbeitsleben von uns fordert.
Nach der InterRail Tour 1979 kam ich mit dem Rad zurück in die Schweiz, für eine Woche oder zwei. In den Osterferien mit den Jugendherbergen war ok, nur wenige kleine Schneeschauer in den Bergen. Nach zehn Tagen Zick-Zack durch die Schweiz fand ich mich in Genf. Und hier blies ein starker Wind aus Osten so daß ich nach Alternativen zur kalten Schweiz suchte. Ein Tramper erzählte mir von seinem Weg nach Südfrankreich, die nächste Jugenherberge war ... Lyon in Frankreich! Ich habe mir noch kurz eine Karte von der Wand abgezeichnet und die Addresse der Herberge notiert und dann ging es auch schon los!
![]() Biketour in der Schweiz |
![]() wurde eine Schleife |
![]() die Riviera entlang! |
![]() BK in Monaco 1980 |
In Lyon hatte ich zunächst einige Schwierigkeiten mit französischem Großstadtverkehr und verwirrender Beschilderung - und wer hat sich noch nie in Lyon verfahren? - so landete ich auf einem Autobahnzubringer, aber schaffte irgendwie doch die richtige Abfahrt für die Herberge in Venissieux. Am nächsten Morgen war es sonnig kühl, ich lernte den Mistral schätzen, denn der blies mich den ganzen Tag stetig nach Süden. Gleich bei der Jugendherberge führt die Route Nationale 7 vorbei ... direkt nach ... Menton! Ich malte mir wieder eine Karte und fand mich schon acht Stunden später 240 Kilometer weiter in Avignon! Einmal in der Provence war es außer Frage wieder zurückzufahren und ich bog gen Osten auf die Cote d'Azur zu. Der Weg zur Herberge in Cassis war ein echtes Abenteuer im strömenden Regen, im wieder sonnigen Frejus traf ich einen anderen Tourenradler und wir sind zusammen die Riviera bis Genua gefahren. Der Frühling an der Küste war wundervoll und es war nur schade daß ich so viel Zeit in der Schweiz vertrödelt hatte.
Nun, dieses Jahr nur einen Tag in der Schweiz, schon Deutschland wurde auf der gewohnten B3 schnell verlassen - in vier Tagen von Norddeutschland an den Genfer See! Via Grenoble nach Süden ins Rhonetal nach Valence und zügig weiter nach Spanien! Die Costa Brava hatte entzückende Küstenstraßen aber keine Jugendherberge. Nach drei frischen Nächten fuhr ich die Küste zurück an die Côte d'Azur mit einer Woche in Frejus bevor es nach Menton ging. Die Riviera bis Albisola und einen Tag Regen bis Como. Dann mit dem Rad über den San Bernadino nach Chur und Zürich und durch das Neckartal weiter nach Norden. Die Tour mit 3600 Kilometern auf dem Rad in von vier Wochen.
![]() Straße nach Spanien |
![]() An der Costa Brava |
![]() Stop in Monte Carlo |
![]() San Bernardino '81 |
Keine richtig große Radtour 1982 - denn in der Armee ... habe ich über den Sommer '82 immerhin bis 500 km pro Woche in die Beine bekommen und war fit für 1983. Dachte ich. Denn die tausende Kilometer in der Norddeutschen Tiefebene waren doch nicht ausreichend für meine ersten Straßen oberhalb 2000 Meter. Nun gut, ich hätte mir einen einfacheren Pass als gerade die Nordseite des Col de Galibier aussuchen können. Auch hatte ich nie in der Höhe trainiert und immer noch viel zu viel Gepäck dabei. Auf der Abfahrt gen Süden fand ich den See Serre Poncon sehr sehr erfrischend! Nach den Hochalpen ging es easy durch das Hinterland der Provence und die Riviera empfing mich mit einem Gewitter im Var Tal. Nach der warmen Dusche fuhr ich weiter war rasch wieder trocken bevor ich am Abend Nizza erreichte.
![]() Alpenpässe '83 |
![]() Hochgebirge '83 |
![]() Freundin auf dem Rad |
![]() Großer St Bernhard '83 |
Einmal vor Ort, habe ich das Hinterland ausgekundet, ohne nennenswertes Gepäck fuhr sich mein Peugeot Sportrad wie eine Rakete. Den legendären Rally Monte Carlo Pass Col de Turini rasch erklommen und eine gute Nacht in St Martin de Vesubie verbracht nahm ich es am nächsten Tag am Col de Martin mit echten Radsportamateuren auf. Zurück in Menton hatte ich Begleitung auf meinen Fahrten die Küste entlang, Andrea war eine einfache Route von Genf nach Menton gekommen, wir waren zwischen Monaco und Ventimiglia zusammen unterwegs. Der Weg zurück nach Deutschland führte es mich wieder auf 2500 Meter, der große St Bernhard lag auf dem kürzesten Weg, nach den Wochen in Menton kam ich mit den Bergen besser zurecht.
![]() Oberhalb Val d'Isere |
![]() Noch einen Berg hoch |
![]() Bonette 2802 Meter |
![]() Großer St Bernhard '84 |
Mit meinem neuen Domizil in Bochum hatte ich endlich so eine Art Berge vor der Haustür und seriöse Kletterkilometer in den Beinen. Auch die Fahrradtechnik machte enorme Fortschritte, statt Stahlfelgen hatte ich jetzt welche aus Aluminium, Bremsen die selbst bei Regen funktionieren, Schaltung von Shimano statt Simplex, wasserdichte Packtaschen, usw. Die BiKetour im July war besser vorbereitet und diesmal ging es echt ins Hochgebirge: Col d'Iseran 2770 Meter, Col de la Bonette 2802 Meter und einige kleinere Pässe wo auch Tour de France Größen ins Schwitzen kommen, wie Mont Cenis, Montgeneve und Col d'Izoard. Nach einigen Tagen (und Nächten) auf 2000 Metern kam ich wieder ins Var Tal und fand Menton mit meinen Freunden für Jah Tours International! Den Weg zurück ging es wieder über den großen St Bernhard.
![]() Schöne Berge |
![]() Tor zur Riviera |
JahTours Sommer 1985Nach schlechten Erfahrungen in der Schweiz (prima Straßen aber Leute ganz komisch drauf) habe ich dieses Land nun komplett umfahren. Dafür habe ich meinen alten Langstreckenrekord von 1979 gebrochen und bin am ersten Tag der Tour von Bochum nach Baden-Baden gefahren, rund 450 Km. Zwei Tage später habe ich bei Besancon die Tour de France gekreuzt, und nach Durchquerung des französischen Jura kamen die Alpen mit dem Croix de Fer, Lautaret, Col de Vars, und dem Col de Cayolle unter's Rad. Einmal in Menton machte ich das Jahtours Büro auf und es war ein sehr gutes Jahr für die JahTours Strandschläferei. Keine Lust auf die Schweiz habe ich das Rad nach dem Urlaub mit der Bahn zurückgeschickt. |
Anfang Juli hatte ich meinen ersten Triathlonwettbewerb (Mittelstrecke 1500/60/15) in Ettlingen bei Karlsruhe und nebenbei 800 Kilometer auf dem Rad. Für die große Radtour wurde Ende Juli das Tourenrad aufgerüstet. Mit Batterielicht kam ich abends noch gut voran auf meiner Tour de France - im Uhrzeigersinn durch Frankreich! Von Bochum über Belgien nach Paris und an den Atlantik weiter ins Baskenland, dann die Pyrenäen mit Col de Tourmalet. An Toulouse vorbei via Aix-en-Provence und RN7 kam ich nach neun Tagen in Menton an - 2500 Kilometer! Das Rad fuhr wieder mit der Bahn zurück.
|
BiKetour Sommer 1989:Diesen Sommer war ich bei Alcatel in Stuttgart und habe es nur in den Schwarzwald und die nahen Vogesen geschafft. Zeit wurde nun echt knapp, an Stelle von Menton habe ich die Partnerstadt Baden-Baden besucht. Seitdem sind mir die wochenlangen Radfernwanderungen durch Arbeits- und Familienleben verwehrt geblieben, immerhin habe ich ja 3 Jahre in der Nähe von Nizza gewohnt und da brauchte ich keine lange Radtour und hatte das Meer und die Berge vor der Haustür. |
a) Übernachtungkosten: Der größte Ausgabenposten auf vielen Reisen. Wer eine Radtour macht, wird kaum in Nobelherbergen unterkommen mögen, denn man wandert ja auch nicht nach Santiago de Compostella um in 4 Sterne All-Inclusive Hotels zu übernachten.
Also gegen Abend einfach einen geschützten Platz für Schlafsack und Unterlage finden - ein Zelt hatte ich wegen Gewicht im Sommer nie dabei- die Teile ausrollen, und sanften Schlummer finden. Kosten 0 Euro, obendrein ist man nicht an einen bestimmten Ort oder gar eine Reservierung gebunden. Man hält wo es einem gefällt und fährt am nächsten Morgen weiter, bevor jemand merkt dass ihr wild übernachtet habt. Zum Waschen ist die Nähe zu fließendem Wasser von Vorteil, notfalls tut es auch die abends am Bach oder Brunnen aufgefüllte Trinkflasche. Wenn gegen kleinen Umweg auf der Route Freunde, Bekannte oder Verwandte besucht werden können, umso besser.
Alternativen:
a1) ohne Schlafsack, ohne Zelt: Früher waren Jugendherbergen der Hit, heutzutage ab 20 Euro die Nacht, oft lausige Bedingungen (keine eigene Verpflegung erlaubt ..)
a2) mit Schlafsack, mit Zelt: auf den klassischen Zeltplatz, oft um die 10 Euro die Nacht, weil ihr seid Person mit kleinem Zelt ohne Auto.
a3) mit Kreditkarte: ins Formule 1, ETAP oder ähnliches Billig-Hotel (ab 29 Euro pro 2-3 Bett-Zimmer, also mit 3 Personen seid ihr ab 10 Euro die Nacht in vier Wänden und frischer Bettwäsche!)
Jahtours originellste Übernachtungsplätze (Nächte die man nie vergisst): Auf einer Viehweide mit Kühen, auf einem Schulhof, neben einer Kirche, in einem leeren Güterwagon, inmitten von Reisfeldern in Norditalien.
Die besseren Plätze (wo man gut schläft): Am Strand, an Bächen, Flüssen, Talsperren, Baggerseen (je nach Mückenbefall), an lichten Stellen am Wald, an unbewohnten (Ferien-)Häusern, Schuppen, Scheunen, Baustellen.
Bei Auswahl offener Plätze immer nach Umzugsmöglichkeit schauen für den Fall dass es in der Nacht anfängt zu regnen.
b) Routenplanung: Mit Karte (diesmal nicht die Kredit-, sondern eine Strassen-Karte), dann je nach Wind, Wetter, und Beschilderung, dadurch zwar manchmal auf die Autobahn gekommen, aber falsche Strecken findet elektronische Navi mit GPS ja auch. Rechne 3 Euro für eine Generalkarte. Es gibt einige ausgeschilderte Rad(fern)wanderwege, zum Beispiel längs des Rheins oder der Elbe. Streckenführung manchmal umständlich, weil von Autofahrern für Radfahrer geplant.
c) Orte: Wichtig sind Supermärkte, Fahrradläden, und Schwimmbäder. Mit der Zeit bekommt man ein Gespür wo sich Aldi und Discounter finden, Schwimmbäder sind auf Plänen verzeichnet, Fahrradläden braucht ihr nur im Notfall, dann hilft Fragen schneller weiter. Mindestens 8 Euro für Verpflegung den Tag, nochmal 2..4 Euro fürs Freibad, wenn ihr keinen Baggersee, Talsperre, oder sonstige Gratis-Bademöglichkeit findet. Kein Geld fürs Essen? Schau nach Obst am Wegesrand: Im Juni geht es mit Erdbeeren los, im Juli gibt es Kirschen, im August Pfirsiche oder Pflaumen, dann bald Äpfel.
d) Rad: Je nach Strassen und Fahrrad rechne zwischen 5 und 25 Euro pro 1000 km für Schläuche, Reifen, Bremsbeläge und anderes Verbrauchsmaterial. Kette so alle 1000 km den Dreck abwischen und neu einfetten/ölen, bei Regen öfter. Mit ein wenig Pflege läuft euer Rad wie von selbst und ihr habt Freude am Fahren. Zu meiner Zeit (Mitte 70er bis Mitte 80er) hatte ich mit sogenannten Rennrädern oft Achsbruch, Lagerschaden, gerissene Bowdenzüge oder verlorene Schrauben. Moderne Fahrräder sind besser konstruiert, ab 400 Euro gibt es leichte zuverlässige Räder für jeden Geschmack (Ausstattung Shimano Deore LX oder besser empfohlen). Zwei Trinkflaschenhalter braucht ihr im Sommer, in den Bergen gibt es viele Brunnen und Quellen mit Trinkwasser. Last not least, vor der grossen Tour unbedingt eine ganztägige Probetour mit Gepäck unternehmen!
e) Kleidung: Radhose mit Polstereinsatz, ggf. mit Vaseline oder Hautcreme einfetten damit es nicht scheuert. Radhelm mit sehr guter Belüftung ist Pflicht, Radhandschuhe praktisch, Schuhe mit steifer Sohle, besser spezielle Radschuhe empfohlen. Radtrikot wer es mag, aber ihr habt ja Taschen am Rad wo alles reinpasst. Handtuch und Badehose für's Freibad. Normale Shorts und T-Shirt für den Tag, evtl. leichte lange Hose und Kapuzen-Sweatshirt oder leichte Jacke für kühle Abende. Regenkleidung lohnt im Sommer nicht, denn entweder stellt ihr euch für ein Gewitter unter, oder ihr werdet durchnässt und die wenige Kleidung trocknet wieder schnell.
f) Sonstiges: Leichter Schlafsack für die Nacht, leichte Unterlage. Wasserdichte Packtaschen für den Gepäckträger - wenn euch der Regen nichts aus macht, sollte euer Gepäck zumindest trocken bleiben. Alternative für Räder ohne Gepäckträger: Lenkertasche, Rucksack, Schlafsack und Iso-Matte zusammengerollt hinter den Sattel schnallen, spart Luftwiderstand.
g) Bevorzugte Reisezeit: Mitte Juni bis Anfang September, bei Nachttemperaturen über 15C reicht ein leichter Schlafsack und alles zusammen habt ihr deutlich unter 10 Kilo Gepäck - wenn ihr mehr wiegt, habt ihr zuviel unnützes Zeug dabei.
Kosten für eine Woche Radtour auf diese Weise deutlich unter 100 Euro, bei wildem Camping, ansonsten mindestens 200 Euro die Woche bei regulärem Camping.
Etappenlänge: Gut trainierte erwachsene Radfahrer schaffen zwischen 120 und 300 Kilometer maximal pro Tag, je nach Wind und Landschaft, im Hochgebirge weniger als im flachen Land mit Rückenwind. Meine beste Solo-Tagesstrecke lag bei 500km, und Spezialisten schaffen 700km in 24 Stunden. Realistisch sind 300km als Höchstmarke für einzelne Tage, im Hochsommer mit 16 Stunden Tageslicht sind das 12 Stunden im Sattel bei 25 km/h Durchschnitt. Wer 7 Tage unterwegs ist, kommt bequem 1000 km durch die Lande.
Auswahl der Strecken: Dies ist ein schwieriger Punkt, denn als ich meine Touren in den 70er und 80er Jahren machte, gab es wesentlich weniger Autoverkehr als heute. Damals konnte ich meist noch Bundes- und Nationalstrassen befahren, heute dagegen rate ich von deren Benutzung ab. Für viele Gegenden gibt es ausgewiesene Radwander-Routen mit Nebenstrassen und Forstwegen, allerdings ist auf diesen Trassen kaum ein Schnitt von 25 zu erreichen, so dass man durchaus 10 Stunden für 150 km unterwegs sein wird, dafür aber vom Autoverkehr kaum belästigt.
Tourenvorschlag 1000 km Südwestdeutschland: Rhein und Schwarzwald - eine Woche zwischen Mannheim, Basel, Konstanz und Freudenstadt nach Lust und Laune touren, am besten mit einem Mountainbike, denn manchmal wird es steil und einige Radtouren-Wege sind nur geschottert:
Dies sind nur skizzierte Routen, wo genau ihr fahrt, wie weit und wo ihr Abkürzungen und Umwege fahrt, bleibt euch überlassen, es ist euer Urlaub!
Tourenvorschlag 1800 km Hardcorewoche mit dem Rennrad (nur für trainierte Radler, 70km solltet ihr in drei Stunden schaffen, und 500 Höhenmeter in einer):
|
Nachschlag: Nancy - Karlsruhe Sommer 2005:Im Sommer 2005 war ich mal wieder fit und hatte mich für die Tour de France (Etappe für Freizeitradler) angemeldet. War ein guter Deal, für 40 Euro mit Transfer und einer Nacht im Studentenwohnheim in Nancy. Leider keine Tour de France Strassensperren oder Beschilderung, so ging es nach Vorschrift und unzähligen Stops an roten Ampeln im Morgengrauen aus Nancy heraus gen Osten. Entlang uralter Kanäle über die Seenplatte bis zu den Vogesen, die es zu queren galt. Aber der Veranstalter hat die Quälerei in Grenzen gehalten, so gab es kaum Kandidaten für den Besenwagen. Am frühen Nachmittag war die Ebene des Elsass links des Rheins erreicht, und es ging noch gemütliche 60 km nach Karlsruhe. Hat gut viel Spass gemacht, bei der nächsten Gelegenheit werde ich wieder dabei sein. |